Info

Colin Vallon

« Wo die meisten anderen Jazzpianisten bereits am Ende ihres Lateins angekommen sind, da fängt Colin Vallon erst richtig an. In atemberaubender Manier und mit einem Maximum an Verve und Chuzpe bringt er Formbewusstsein und Experimentierfreude unter einen Hut - er jongliert nicht nur mit Melodien und Harmonien, sondern integriert auch eine Vielzahl präparierter Klänge in sein Spiel. »

Tom Gsteiger

 

Colin Vallon wurde den 17 November 1980 in Lausanne geboren. Wohnhaft in Yverdon, er besucht mit Elf klassischen Unterricht. Müde von dieser Ausbildung, hört er zwei Jahre später auf und entdeckt die Improvisation als er als Autodidakt fängt an Blues zu spielen. Dann mit Vierzehn nimmt er Musikstunden beim Jazzpianisten Marc Ueter. Der Eintritt in die Swiss Jazz School erfolgt mit achtzehn Jahren. Seine Lehrer sind Silvano Bazan, William Evans, Manuel Bärtsch und Bert Joris.

1999 gründet er das Colin Vallon Trio mit Lorenz Beyeler und Raphaël Pedroli, mit dem er regelmässig in der ganzen Schweiz und auch im Ausland auftritt. 2004 erscheint die CD, « Les Ombres » auf dem CH-Label Unit Records. In dieser Zeit fängt er an seine eigene präpariertes Piano Techniken zu entwickeln, um seine Klang Palette zu erweitern. Im Januar 2005, begleitet das Trio den amerikanische Gitarrist Kurt Rosenwinkel im Rahmen des Swiss Diagonales Festival.

Das selben Jahr, spielt er mit Patrice Moret am Kontrabass und Samuel Rohrer am Schlagzeug im Trio weiter. In 2007 erscheint die CD, « Ailleurs » auf HatHut Records. Die dritte CD des Trios, « Rruga », wird 2011 vom international renommierten Label ECM Records veröffentlicht. Seit 2012 spielt der Schlagzeuger Julian Sartorius im Trio mit. 2014 erscheint « Le Vent », die vierte CD des Colin Vallon Trio, auch auf ECM Records.

Das Colin Vallon Trio spielte bei mehreren internationalen Festivals (Wilisau, Paris, Vienne, Rome, London, Portland, Montreal, ...). Mehrere Tourneen in Europa, USA, Kanada, Japan, Südkorea.

Colin Vallon ist ebenfalls als Komponist tätig. In 2014, schreibt er die Musik von
« Hallo », das Solo Stück des Choregraphs Martin Zimmermann. Das selben Jahr, nimmt er an der Musik Kreation des Dokumentarfilms « Gossenreiter » teil. 2015 bekommt er eine Carte Blanche vom berner Klub Bee-Flat und präsentierte drei neue Projekte : « Ocre », mit Matthieu Michel, Trompete, Flo Götte, Bass, Domi Chansorn, Schlagzeug, Colin Vallon am Fender Rhodes und Effekte, « Coriolis » mit Joy Frempong, Gesang, Strotter Inst, Elektronik, Hans Koch, Klarinette, und « Fauna », eine Komposition für 10 Musiker.

Er gewinnt mehrere Auszeichnungen, den Preis der Friedl-Wald Stiftung, den 3. Preis der Montreux Jazz Piano Solo Competition 2002, sowie den 1. Preis im Nescafé- Wettbewerb « Let’s Jazz Together » 2003. 2004 erhält er einen Kompositionsauftrag von der Pro Helvetia und gründet ein neuen Quintett, « Colin Vallon Cinq », mit Norbert Pfammatter am Schlagzeug, Bänz Oester am Kontrabass, Claudio Puntin an die Klarinette, und Erik Truffaz, Trompete. 2008 gewinnt er den Preis der Nico Kaufmann Stiftung und 2009 der SUISA Stiftung Preis. In 2009 wird das Colin Vallon trio von der Pro Helvetia prioritär gefördert. Er wurde in 2016 für den Schweizer Musikpreis nomminiert.

Seit 2009 unterrichtet er an die Hochschule der Künste Bern.

Er ist noch mit andere Projekte zu hören wie das Elina Duni Quartet, Nicolas Masson « Parallels » und « Contreband », und mit seinem Piano Solo Repertoire.

Aufnahmen mit Tom Harell, Adrian Mears, Andy Scherrer, Tyshawn Sorey, Nils Wogram, Kenny Wheeler...